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Rotbunte HusumeriSchweine


Größe:
60-80cm, 260 bis 300 kg
Farbe: rot-weiß
Kennzeichen: rot-braun mit weißem Sattel über der Vorderhand
Nutzung: Fleisch
Eigenschaften: robust, gute Muttereigenschaften, gut marmoriertes Fleisch von hervorragender Qualität
Herkunft: Husum, Schleswig-Holstein

Warum bedroht?
Die Verbraucher wollten lieber fettarmes Fleisch essen. Dabei schmeckt das Fleisch der Rotbunten gerade deshalb so lecker, weil es einen höheren Fettanteil hat. Zudem wachsen moderne Rassen viel schneller. So wurde das robuste Husumer Schwein in den 1960er Jahren von leistungsstärkeren Rassen verdrängt.

Zuchtgeschichte
Unterlagen zur Entstehung der Rasse bei einem Brand zerstört, rot-weiße Schweine aber seit Ende des 19. Jhdt. bekannt, erst 1954 Anerkennung als Rasse, schon 14 Jahre später wieder an Bedeutung verloren, Wiederentdeckung 1984 auf der Grünen Woche in Berlin, es ist unklar, was mit der Rasse seit Herdbuchschließung geschah, durch Gründung eines Fördervereins sollte die Züchtung intensiviert werden.

Heute gibt es in Deutschland wieder 70 Tiere (22 Eber und 48 Sauen).

 


WeißeiHornlose Moorschnucken


Größe:
 50-55 cm, 40 – 85 kg (Böcke)
Farbe: mischwollig weiß
Kennzeichen: hornlos, sehr leichter Knochenbau, feste Klauen
Nutzung: Fleisch und Landschaftspflege (Hochmoorgebiete, Feuchtwiesen)
Eigenschaften: extrem genügsam, optimale Anpassung an Nässe im Boden, fettarmes Fleisch
Herkunft: Niedersachsen (Raum Diepholz)

Warum bedroht?
Die Beweidung von Moorflächen verlor an Bedeutung, sodass die besonderen Eigenschaften der Moorschnucken nicht mehr so wichtig waren. Zudem haben andere Schafrassen feinere Wolle und wachsen schneller. Heute gilt das Fleisch der Moorschnucke wieder als Delikatesse.

Zuchtgeschichte
älteste Schafrasse Mitteleuropas, Moorbeweidung zur Gewinnung von Wolle, Fleisch und Dünger für die Äcker, 1936 machten Moorschnucken 94 % des niedersächsischen Schafbestandes aus, nach 1960 fast ausgestorben, erst als Moore unter Schutz gestellt wurden, sind Schnucken als Landschaftspfleger wieder im Einsatz, denn Moorbeweidung war und ist nur mit Moorschnucken möglich

Heute (Stand 2016) gibt es 137 Böcke und 3.209 Schafe.

 


Vorwerkhühner


Gewicht:
2-3 kg
Farbe: goldgelb und sattes schwarz an Kopf und Schwanz
Kennzeichen: weiße Ohrflecken, keine guten Flieger
Nutzung: Fleisch und Eier (Zweinutzungshuhn)
Eigenschaften: robust, wetterhart, gutmütig, lebhaft und nicht scheu, sehr gute Futtersucher
Herkunft: Hamburg

Warum bedroht?
Heute gibt es Hühnerrassen, die doppelt so viele Eier im Jahr legen wie die Vorwerkhühner (350 statt 150 Eier). Obwohl sehr viele Menschen fettarmes Hühnerfleisch essen wollen, braucht das Vorwerkhuhn im Vergleich zu lange zum Wachsen und kostet dann zu viel Geld.

Zuchtgeschichte
um 1900 von Oskar Vorwerk gezüchtet, Entwicklung der Rasse nicht über einen längeren Zeitraum, sondern nach einem genauen Plan, gilt deshalb als „Designerrasse“, Zuchtziel war vor allem die Originalität (z. B. Der Kontrast zwischen goldgelb und schwarz), 1912 als Rasse anerkannt, im II. Weltkrieg fast ausgestorben, ab 1946 nur noch 2 Hähne und 26 Hennen in Thüringen, gilt heute als Liebhaberhuhn, sodass die Züchtung intensiviert wurde.

Heute (2016) gibt es wieder 729 Hähne und 3.280 Hennen.

 


Deutsche Lachshühner


Gewicht:
2,5 - 4 kg
Farbe: Hennen: lachsfarben und weiß / Hahn: elfenbeinfarben und schwarz
Kennzeichen: fünf Zehen (statt der üblichen vier), keine guten Flieger
Nutzung: Fleisch und Eier (Zweinutzungshuhn)
Eigenschaften: zutraulich, sehr gute Futtersucher, sehr zartes Fleisch
Herkunft: Ursprung in Frankreich, Weiterzucht in Deutschland

Warum bedroht?
Heute gibt es Hühnerrassen, die doppelt so viele Eier im Jahr legen wie die Lachshühner (350 statt 160 Eier). Zudem kann das Hühnerfleisch mit heutigen Masthuhnrassen schneller und damit günstiger »hergestellt« werden.

Zuchtgeschichte
seit 1902 in Frankreich (Faverolles) als Masthuhn mit vorzüglichem Fleisch gezüchtet, Aussehen war Nebensache, über England nach Deutschland gekommen, Bemühungen, aus dem reinen Fleischhuhn ein Zweinutzungshuhn zu machen, Legeleistung gesteigert, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zum Deutschen Lachshuhn mit heutiger Farbe

Im Jahr 2016 gab es in Deutschland wieder 280 Hähne und 1.142 Hennen.

 


BraunexMarder kaninchen


Gewicht:
3 bis 4kg
Farbe: 3 Typen: marderfarbig (hellbraun), russenfarbig (weiß), dunkel (dunkelbraun/schwarz);
Kennzeichen: Marderkreuz auf der Stirn, Backenpunkte, schwarze Nase, Ohren und Läufe
Nutzung: Fleischgewinnung, auch Fellnutzung
Eigenschaften: Robust gegenüber Krankheiten, kälteresistent
Herkunft: Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich

Warum bedroht?
Marderkaninchen sind „spalterbig“. Paart man 2 gleich aussehende „normale“ (marderfarbige) Tiere, treten die Jungtiere dennoch in allen 3 Farbschlägen auf, weil die Elterntiere in diesem Fall nicht reinerbig sind. Das macht die Zucht mit dieser Rasse so schwierig.

Zuchtgeschichte
Züchter kreuzten unterschiedliche Kaninchenrassen, u. a. Havanna -, Thüringer -, Chinchilla Kaninchen oder Blauer Wiener. 
Im Jahr 1924 konnte die neu entstandene Rasse „Marderkaninchen“ erstmals in Hamburg gezeigt werden.
 Benannt wurde das Marderkaninchen nach dem Edelmarder oder Steinmarder, auf Grund der ähnlichen Fellfarbe.

Im Jahr 2018 gab es in Deutschland 361 Häsinnen und 224 Rammler.

 


Lippegänse


Gewicht:
5,5 - 7 kg
Farbe: weiß
Kennzeichen: dreikantiger Schnabel in orange, hellblaue Augen mit orangefarbenem Rand
Nutzung: Fleisch
Eigenschaften: besonders marschfähig, ausgeprägter Weidegänger, anspruchslos, leichte Mästbarkeit
Herkunft: Ostwestfalen-Lippe (Lippstadt, Paderborn, Soest)

Warum bedroht?
Die Essgewohnheiten der Menschen haben sich verändert und Gänsefleisch steht seit den 1950er Jahren nur noch selten auf dem Speiseplan. Zudem kann viel günstigeres Fleisch aus dem Ausland gekauft werden.

Zuchtgeschichte
Seit 1860 einzige in Westfalen gezüchtete Gänserasse, ausgeprägte Marschtüchtigkeit, da lange Treibewege zu den Weiden der Lippeniederung und zu den Bahnstationen, Jungtiere (8 Wochen) wurden per Bahn in die Großmästereien nach Ostdeutschland gebracht, Höchstbestand von ca. 70.000 Tieren in den 1930er Jahren, ab 1950er Jahren massiver Rückgang der Bestände und bis Mitte der 1980er Jahre fast ausgestorben

Im Jahr 2016 gab es in Deutschland wieder 59 Gänse und 49 Ganter.

 


Thüringer WaldiZiegen


Größe: 70 – 75 cm / 40-70 kg (Ziege) / 80 – 90 cm / 60-100 kg (Bock)
Fellfarbe: Hell bis dunkelschokoladenbraun, selten schwarz
Kennzeichen: Gesichtsmaske, Stehohren und Maul sind weiß gesäumt, Unterbeine und der Spiegel erscheinen ebenfalls weiß
Nutzung: Milchbetonte Doppelnutzung (Fleisch und Milch), Landschaftspflege
Eigenschaften: Robust, anspruchslos, neugierig, aktiv, hohe Fruchtbarkeit
Herkunft: Thüringen

Warum bedroht?
Mit dem ansteigenden Reichtum nach dem 2. Weltkrieg sank die Zahl der Selbstversorger und damit auch die Anzahl der Ziegen in Deutschland.

Zuchtgeschichte
Die Rasse entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts durch Einkreuzung Schweizer Toggenburger Ziegen in regionale Thüringer Landschläge.
Die Rasse ist heute die einzige eigenständig gezüchtete, einheimische Ziegenrasse Deutschlands.

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 179 Böcke und 1802 Ziegen registriert.

 


Sikawild


Größe:
110 cm, 25 - 60 kg
Fellfarbe: rotbraun
Kennzeichen: wechselt zwei Mal jährlich das Fell: markante weiße Flecken im Sommer, die im Winter fast vollständig verblassen
Nutzung: Fleisch
Eigenschaften: lebt in Familienverbänden Rudeln)
Herkunft: Ostasien, Lebensraum sind dichte Wälder, aber auch Sumpf- oder Graslandschaften

Ohne Geweih?
Jedes Jahr im März/April werfen Sikahirsche ihr Geweih ab. Bis Mitte Juni wächst ihnen ein völlig Neues, das meist größer ist als das vom Vorjahr. Das Geweih besteht aus harten Knochen und kann im Kampf gegen Rivalen zum Einsatz kommen.

Wieso wohnt das Sika-Wild im Arche-Park? Das Sika-Wild ist nicht vom Aussterben bedroht und ist keine alte Haustierrasse. Sikas sind Wildtiere, die in Deutschland auch in Gehegen gehalten werden, um wertvolles Fleisch zu bekommen. Es darf trotzdem im Arche-Park wohnen, da es bei den Besuchern so viele Fans hat.

 


Coburger Fuchsschafe


Größe:
50 – 65 cm, 60 – 90 Kg
Farbe: rotbraun-beige (fuchsfarbige) Wolle, Typenvielfalt
Kennzeichen: hornlos, brauner unbewollter Kopf, typischer Landschafkopf, leicht hängende Ohren
Nutzung: delikates Fleisch und beste Wolle „das goldene Vlies“, Landschaftspflege
Eigenschaften: robust, angepasst an rauhe Mittelgebirgslagen, das „goldene Vlies“ als Wolle mit besonderem Farbspiel, sehr gut geeignet zum Filzen, Spinnen, Weben
Herkunft: europäische Mittelgebirge

Warum bedroht?
Mit zunehmender Bevölkerungsdichte wuchs der Leistungswettbewerb unter den Nutztieren und die Rasse der Landschafe entsprach nicht den Anforderungen. Inzwischen weiß man das gute Fleisch und die hervorragende Wolle wieder zu schätzen.

Zuchtgeschichte
Diese Landschafrasse besiedelte im 19.Jht weiter Teile der europäischen Mittelgebirge. 60% des Schafbestandes waren dort diese fuchsköpfigen, schlichtwolligen Schafe.
In den einzelnen Regionen waren sie in verschiedenen Farbschlägen zu finden. Vor dem 2. Weltkrieg waren sie dem Aussterben nahe. Ein Schäfer und Tuchmeister machte mit Veröffentlichungen auf die guten Eigenschaften aufmerksam und der Bestand erholte sich langsam.

Im Jahr 2021 gab es in Deutschland ca. 4000 Schafe, 4100 Böcke

 


Esel


Größe:
Schulterhöhe zwischen 110 und 140 cm
Farbe: grau
Kennzeichen: Aalstrich, eine dunkle Fellfärbung entlang des Rückens
Nutzung: Last- und Arbeitstier, Einsatz oft bei tiergestützter Arbeit, Begleiter und Beschützer anderer Haustiere
Eigenschaften: handeln bedacht (was fälschlicherweise als störrisch bezeichnet wird), sanfte und beruhigende Art
Herkunft: Ostafrika

Warum bedroht?
Die Stammform des Hausesels, der Afrikanische Esel, ist heute vom Aussterben bedroht, mit nur noch maximal 200 adulten Tieren laut der Weltnaturschutzunion.

Zuchtgeschichte
Als Nutztier lebt der Hausesel ausschließlich in menschlicher Obhut und dient als Last- und Arbeitstier.

Die Esel gehören zu Saskia Neufeldt und ihrem Unternehmen Tierisch gut unterwegs.

Arche-Park Lüneburg
Ochtmisser Kirchsteig 69
(gegenüber der Straße
„Am Wildgehege“)
21339 Lüneburg

Tel.: 04131 30979-70
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
www.archepark-lueneburg.de

SCHUBZ BILDUNG + UMWELT
Wichernstraße 34 – Eingang C
21335 Lüneburg

Tel.: 04131 30979-70
Fax: 04131 30979-79
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